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Psychoonkologie

Was ist Psychoonkologie?

Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit den psychosozialen Aspekten von Krebserkrankungen in Lehre, Forschung und Patientenversorgung.

Wer braucht eine Psychoonkologin?

Man schätzt, dass ungefähr ein Drittel bis die Hälfte der an Krebs Erkrankten im Verlauf psychisch so belastet sind, dass sie von der Betreuung durch eine Psychoonkologin profitieren könnten. Nicht zu vergessen sind die nächsten Angehörigen, die oft die wichtigste Stütze für die Erkrankten sind und dadurch auch psychisch belastet sein können. Am häufigsten sind die sogenannten psychischen Anpassungsstörungen an die schwierige Lebenssituation, gefolgt von Depressionen und Angststörungen. Vielen Menschen mit einer Krebserkrankung gelingt es nach einer schlechten Nachricht durch den Arzt, ihr emotionales Gleichgewicht nach Tagen bis wenigen Wochen wiederzuerlangen. Wenn dies nicht gelingt, kann der Kontakt mit einer Psychoonkologin hilfreich sein.

Was macht eine Psychoonkologin?

Die psychoonkologische Betreuung reicht von kurzfristiger Beratung (wenige Gespräche) bis zu längerfristigen Psychotherapien. Psychoonkologische Betreuung ist von den Bedürfnissen des an Krebs Erkrankten bestimmt: Manche wollen alternative Umgangsformen im Alltag versuchen, andere lernen mit schwierigen Situationen gelassener umzugehen, andere wieder Dinge besser zu verstehen und für sich zu ordnen oder auch Bilanz zu ziehen.

Wie ist die Psychoonkologie am Tumorzentrum organisiert?

Die Psychoonkologie hat am Universitätsspital Basel eine lange Tradition. Sie ist Ausdruck von dem Bestreben, neben einer technischen Spitzenmedizin auch die psychosozialen Aspekte in der Betreuung von onkologischen Patienten und deren Angehörigen entsprechend zu berücksichtigen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Psychoonkologie des Tumorzentrums ist die Schulung der psychosozialen Kompetenz der onkologisch tätigen Ärzte und Pflegenden durch Kommunikationstrainings.

Die Psychoonkologinnen arbeiten sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich entweder nach dem Liaisonprinzip, d.h., sie sind Teil des Behandlungsteams (z.B. Hämatologie, Onkologie, Gynäkologie) und kennen so die behandelnden Personen und Abläufe sehr gut, oder nach dem Konsultationsprinzip, d.h. sie werden bei Bedarf bei bestimmten Patienten beigezogen.

Wer bezahlt die psychoonkologische Betreuung?

Die stationäre und die ambulante Betreuung der Psychoonkologinnen wird durch die Krankenkassen bezahlt.

Wer weist zur Psychoonkologie zu?

In der Regel weist der betreuende Arzt oder Pflegende nach Rücksprache mit dem Patienten der Psychoonkologie zu. Dies gilt auch für den zuweisenden Arzt.

Wie können Sie den Kontakt mit der Psychoonkologie im Tumorzentrum herstellen?

  1. Fragen Sie Ihren betreuenden Arzt oder Pflegenden im Tumorzentrum. Sie informieren Sie und stellen den Kontakt zur zuständigen Psychoonkologin her.
  2. Bei Fragen wenden Sie sich direkt an die Psychoonkologin (am besten per E-Mail). Für eine psychoonkologische Betreuung ist eine Überweisung notwendig.

Mehr Wissen über Psychoonkologie im Allgemeinen?

Schweizerische Gesellschaft für Psychoonkologie
Deutsche Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Onkologie
Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der deutschen Krebsgesellschaft
Familienberatung bei elterlicher Krebserkrankung

 

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